WaltroperWeihnachtsWahnsinn mit Weltrekord!

Nachdem klar war, dass die Winteralm im Jahr 2025 nicht auf dem kleinen Parkplatz hinter der Stadthalle aufgebaut wird, sondern nach Datteln abwandert, war die Enttäuschung bei vielen Leuten zunächst groß. War die Alm doch gerade zur Vorweihnachtszeit immer eine beliebte Location, um gemeinsam zu Feiern und eine schöne Zeit zu verbringen.

Doch bereits nach kurzer Zeit kamen von verschiedenen Stellen die ersten Ideen, wie man den Wegfall kompensieren und für die Waltroper eine ähnlich schöne Anlaufstelle bieten könnte. So hatte z.B. Eduard Burbaum die Idee, einige Wochen lang einen kleinen Weihnachtsmarkt vor der Dorftenne aufzustellen.

Wenn es um’s Feiern geht dürfen die Schützen natürlich auch nicht fehlen. So setzte sich zeitgleich ein kleiner Kreis aus dem Bataillonsvorstand, angeführt vom ersten Vorsitzenden Christoph Zimmer, zusammen und überlegte, ob man nicht auch etwas machen könnte. Schließlich stand Ende Dezember die Lichterfahrt der Landwirte auf dem Programm. Bereits im Vorjahr hatten unsere Waltroper Sportschützen diesen Anlass genutzt, um zum Abschluss der Treckerfahrt Glühwein auf dem Marktplatz zu verkaufen. Da dies sehr gut angenommen wurde, kam schnell die Idee auf, das in diesem Jahr zu wiederholen und etwas größer aufzuziehen.

Schon bald darauf gab es nach einigen Überlegungen ein Treffen der verschiedenen Akteure aus Waltroper Schützen, Sportschützen und Gastronomen. So konnte auch das Gasthaus Stromberg als Partner gewonnen werden, das sich bereit erklärte, für die kulinarische Verpflegung zu sorgen und Riechmann, die den passenden Wein dazu liefern sollten. Die Idee des WaltroperWeihnachtsWahnsinn war geboren!

Nach vielen weiteren Gesprächen und Abstimmungen aller Beteiligten und der Stadt Waltrop nahm die Planung somit konkrete Formen an. Es sollte vom 18. – 21. Dezember ein 4-tägiges Event auf dem Herne-Bay-Platz mitten in der Stadt geben, mit Unterhaltungsprogramm für jung & alt, hochwertigen Speisen und natürlich Getränken. Ein Festzelt dazu und im Außenbereich verschiedene, kleine Stände sollten die Veranstaltung abrunden.

Doch damit nicht genug: unser Vorsitzender Christoph Zimmer, zeitgleich Mitglied im Organisationsteam der Lichterfahrt, brachte die etwas verrückt klingende Idee eines Weltrekordversuchs ins Spiel. Nachdem in den Vorjahren die beleuchteten Trecker immer eine Formation für ein schönes Abschlussfoto aus der Luft bildeten, wollte Christoph diesmal gern alle Waltroper mit einbeziehen. So entstand nach einiger Überlegung der Plan, einen Weihnachtsbaum aus Menschen zu bilden. Bei einer Recherche wurde festgestellt, dass der aktuelle Weltrekord dazu in einer Stadt in Indien lag, die es geschafft hatten, mit 4030 Menschen eine Weihnachtsbaumformation zu bilden. Das sollte doch auch in Waltrop machbar sein, dachte sich Christoph und es begann ein wilder Plan, diesen Rekord zu knacken. Die Werbung dazu in den sozialen Netzwerken und in den lokalen Medien begann und nahm seinen Lauf. Ob das wirklich zu schaffen war? Dazu später mehr…

Zunächst begann einmal der Aufbau des WeihnachtsWahnsinns. Ein großes Zelt wurde mitten auf dem Herne-Bay-Platz aufgebaut und liebevoll dekoriert, draußen kamen derweil die verschiedenen Stände an, samt Anbieter für Süßwaren, ein Kinderkarussell, eine Glühweinbude und vieles mehr.

Am Donnerstag, den 18.12.25 konnte es dann endlich losgehen. Nach viel harter Arbeit, unzähligen Vorbereitungen, Planungen und Genehmigungen war es soweit: nach einem kurzen Warm-Up-Programm durch Bauchredner Michael Walta wurde der WaltroperWeihnachtsWahnsinn offiziell durch unseren Bürgermeister Marcel Mittelbach eröffnet! In seiner Ansprache lobte auch unser Bürgermeister noch einmal den betriebenen Aufwand und die großartige Zusammenarbeit aller Beteiligten, um den Waltropern Ersatz für die Winteralm zu bieten.

Während unsere Jungschützen der Avantgarde sich bereiterklärten, an allen Tagen den Thekenbetrieb und somit den Getränkeverkauf zu übernehmen, boten unsere Sportschützen draußen Heißgetränke wie Glühwein und Kakao an.

Drinnen sorgte das Gasthaus Stromberg mit einer Auswahl an leckeren Gerichten für die kulinarische Vielfalt, während es draußen aber auch die klassische Bratwurst gab.

Für die Party an diesem Eröffnungsabend war das Musikerduo Andrea Durante und Andy Möller engagiert worden, die auf der Bühne ordentlich Stimmung machten und dafür sorgten, dass noch bis in die Nacht gefeiert wurde.

Der Freitag startete musikalisch zunächst mit dem Musikduo „Viva L´Amour“, das den Besuchern verschiedene Hits präsentierte und schon einmal für das nachfolgende Programm einheizte.

Denn anschließend gab es „Ramba Zamba“ mit DJ Olli Müller, der mit seiner Mischung aus verschiedenen Hits aller Genres wieder für ein volles Festzelt und eine gelungene Party bis tief in die Nacht sorgte.

Für einige nur eine kurze Nacht, denn am Samstag stand ab 12.00 Uhr bereits der Frühschoppen mit der Blaskapelle Revierblech an, vielen sicherlich noch bekannt von unserem Vogelabholen oder dem Schützenfest. Revierblech sorgte im bereits zur Mittagszeit gut besuchten Festzelt wieder gekonnt für eine launige Atmosphäre, indem viele bekannte Musikstücke auf den Instrumenten dargeboten wurden.

Am Abend war DJ Night 2.0 angesagt, diesmal mit dem bekannten DJ Benjamin Luig. Das Zelt füllte sich schnell mit Besuchern aller Altersgruppen, angeführt von einem Großteil junger Leute, die Lust auf Feiern hatten. So war es für DJ Benni Luig mit seiner Musikauswahl aus aktuellen Hits und Partykrachern kein Problem, die Masse zum Tanzen und das Zelt zum Beben zu bringen. Eine gelungene Party bis in die späten Nachtstunden!

Der nächste Morgen, gleichzeitig auch schon der letzte Tag im WeihnachtsWahnsinn, startete zunächst mit Kinderprogramm, denn schließlich sollte ja auch etwas für die jungen Besucher geboten werden. Zu Gast war ab 11.00 Uhr der Waltroper Weihnachtscircus mit einer unterhaltsamen Vorführung.

Aber auch der Dattelner Karnevalsverein war mit einer Tanzshow zu Gast, die Heimatklänge spielten auf, von der Musikschule gab es musikalische Früherziehung, es fand eine Buchlesung statt und nicht zuletzt gab es auch ein Kinderschminken. 

Ein vollgepackter Tag, der sich dann am Abend seinem Höhepunkt näherte. Die geschmückten und beleuchteten Trecker der Landwirte starteten zur diesjährigen Waltroper Lichterfahrt für den guten Zweck. Unzählige Zuschauer standen in ganz Waltrop wieder am Straßenrand, um die Trecker und Fahrzeuge zu bestaunen.

Die Hoffnung war groß, dass danach alle Leute noch zum Marktplatz kommen. Nicht nur zum WeihnachtsWahnsinn, sondern vor allem zum bereits eingangs erwähnten Weltrekordversuch!

Bereits am Mittag wurde der große Marktplatz mit Flatterband abgesperrt und ein riesiger Tannenbaum aufgemalt, dessen Muster sich nur von oben mit der Drohne erkennen ließ.

Hier konnte man bereits erahnen, wie viele Leute man brauchen würden, um diesen Baum zu „befüllen“. Zur Erinnerung: 4031 Personen wurden gebraucht, die eine deutlich erkennbare, zweifarbige Weihnachtsbaumformation bilden mussten.

Und die Hoffnung schien sich zu erfüllen, bereits vor Ankunft der Treckerfahrt versammelten sich unzählige Leute an den Absperrungen und den beiden Eingängen zum Marktplatz und warteten auf Einlass. Es wurden Getränke und Speisen verkauft, die Laune bei allen war hervorragend.

Währenddessen versammelte sich auch das Organisationsteam, die Helfer und die Ordner zum letzten Briefing, bevor es losgehen sollte. Christoph Zimmer erläuterte allen Helfern und Ordnern der Ein- und Ausgänge noch einmal den genauen Ablaufplan. Alles unter den wachsamen Augen von Olaf Kuchenbecker – dem eigens angereisten Rekordrichter des deutschen Rekordinstitutes, der den Weltrekordversuch genauestens begleitete.

Entsprechend galt es, an den Eingängen alle Beteiligten penibel zu erfassen und zu zählen. Für den Rekord zählten allerdings nur Personen, die sich auch aktiv im Baum befanden. Am Ausgang mussten also zeitgleich auch die Leute erfasst und von der Gesamtzahl wieder abgezogen werden, welche die Baumformation kurzzeitig verließen, um z.B. die Toilette aufzusuchen oder Getränke zu holen. Eine anspruchsvolle Aufgabe für alle Helfer, bei ungenauer oder falscher Zählung könnte schließlich der gesamte Rekordversuch auf der Kippe stehen. Auch zahlreiche Medienvertreter von Lokalpresse und dem WDR-Fernsehen waren mittlerweile eingetroffen und begleiteten alle Schritte mit Fotoapparaten, Kameras und Drohnen ganz genau. 

Als alle Regularien und Formalitäten erfüllt waren, konnte der Rekordversuch endlich starten. Der Einlass auf den Marktplatz begann! Zunächst wurden alle Besucher eingelassen, die die gelben Kugeln des Baumes bilden sollten. Verteilt wurden dafür gelbe Mützen und Regencapes. Als alle „Kugeln“ mit Personen befüllt waren, kam der grüne Teil des Baumes zum Zug. Auch hierfür lagen tausende grüne Mützen und Capes für die Teilnehmer bereit, die von den Helfern ausgegeben wurde. Geduldig strömten immer mehr Menschen Richtung Eingang. "Wann kann man denn schließlich schon einmal Teil eines Weltrekords sein", war vielfach zu hören.

Mit der Drohne war von oben bereits ein gutes Stück des Tannenbaumes erkennbar. Der Marktplatz füllte sich immer weiter und es standen noch viele Personen außerhalb. Das Gefühl, dass es tatsächlich mit dem Weltrekord funktionieren könnte, wurde bei allen Beteiligten immer größer!

Vom Hubsteiger aus gaben Sebastian Zimmer und Lisa Fullert zwischenzeitig Anweisungen an die Menge über Mikrofon und dirigierten alle an die richtigen Stellen. Auch das Rekordinstitut war mit einer Drohne vertreten und verschaffte sich so einen Überblick von oben, dass auch ein korrekter Baum gebildet wird.

Damit es nicht langweilig wurde, war natürlich auch für passende Stimmungsmusik im Hintergrund gesorgt. Aber nicht nur das, denn auf dem Hubsteiger spielte Trompeter Dirk David einige Stücke auf seinem Instrument. Eine tolle Stimmung auf dem gesamten Marktplatz, der umrahmt wurde von den mittlerweile eingetroffenen Fahrzeugen der Lichterfahrt, die sich ringsherum um den Platz positionierten.

Dann war es soweit, alle Mützen und Capes waren vergeben, von oben war ein eindeutig gut dargestellter Tannenbaum zu sehen und die Eingänge zum Platz wurden geschlossen bzw. weitere Menschen nicht mehr gezählt. Von nun an galt die spannende Frage: wurde der Rekord tatsächlich geknackt? Der Rekordrichter Olaf Kuchenbecker verschaffte sich zunächst einen Überblick über die Besucherzähler, es wurden zahlen von Ein- und Ausgängen zusammengerechnet, noch einmal die gebildete Formation von oben begutachtet und alle warteten gespannt, was Olaf Kuchenbecker auf dem Hubsteiger zu verkünden hat.

Doch zunächst einmal: die Regularien sahen vor, dass die Formation des Baumes nach Abschluss der Teilnehmerzählung noch mindestens fünf Minuten exakt so stehen bleiben musste. Um diese Zeit zu überbrücken, wurde kurzerhand gemeinsam ein Weihnachtslied angestimmt und gesungen.

Dann endlich, der Rekordrichter verkündete das, worauf alle nun den ganzen Abend gewartet hatten. Die Teilnehmerzahl: 4812 offiziell gezählte Menschen, die sich aktuell im Baum befanden! Wahnsinn, Weltrekord! Weit mehr Menschen, als benötigt wurden. Großer Jubel und entsprechende Freude bei allen Beteiligten. Es wurde geschafft, Waltrop hat einen offiziellen Weltrekord.

Im Festzelt des benachbarten WeihnachtsWahnsinns gab es auf der Bühne im Anschluss die offizielle Rekord-Urkunde durch die Hände des Rekordinstitut-Vertreters überreicht. Große Freude und Erleichterung auch bei unserem Vorsitzenden Christoph Zimmer, der die Urkunde stolz in seinen Händen hielt.

Zum Abschluss dieses Weltrekord-Abends musste natürlich auch noch einmal kräftig gefeiert werden. So sorgte Sängerin Melanie Engels auf der Bühne im rappelvollen Zelt noch einmal für super Stimmung. Aber auch draußen standen viele Menschen noch lange zusammen und feierten den Rekord.

Mit diesem gelungenen Abschluss endete auch der 4-tägige WaltroperWeihnachtsWahnsinn in der Stadt. An dieser Stelle bleibt daher nur, noch einmal einen riesengroßen Dank auszusprechen an alle Organisatoren, Helfer und Beteiligte, die diese Veranstaltung mit viel Zeit und Engagement geplant und ermöglicht haben. Ein ebenso großer Dank gilt natürlich auch allen Teilnehmern des Weltrekords, die dafür gesorgt haben, dass unsere Stadt Waltrop sich diesen Rekord sichern konnte!

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